BSI Lagebericht 2020

BSI: Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2020

BSI: Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2020

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Zu den größten Cyberbedrohungen im Zeitraum zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Mai 2020 zählten laut Lagebericht des BSI Angriffe durch Ransomware, die sich gegen „Unternehmen, Behörden und andere Institutionen sowie [] Privatanwender“ richteten. Auch Banking-Trojaner Emotet schaffte es wie schon im vorausgehenden Jahresbericht des BSI erneut an die Spitze gefährlicher Schadprogramme; diese verzeichneten teilweise einen „überdurchschnittlich“ hohen Zuwachs von knapp 470.000 Varianten pro Tag.

Hinzu kamen in diesem Jahr Corona-bedingt auftretende Sicherheitslücken, die der Umzug ins Homeoffice bedingte. Der spontane Umzug an den Heimarbeitsplatz entbehrte häufig eines soliden Sicherheitskonzeptes und barg neue Angriffsflächen. Zudem nutzten Hacker vor dem Hintergrund der Pandemie komplex angelegte Phishing-Kampagnen oder den CEO-Fraud, indem sie mit den Unsicherheiten der Menschen spielten.

Auch die Angriffe auf Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS), also Dienstleister im Bereich medizinischer Versorgung, Strom, Wasser etc., haben zugenommen: Waren es im Jahr 2018 noch 145, wurden zuletzt 419 Meldungen verzeichnet. Schätzungen zufolge kursieren zudem rund 24,3 Millionen Patientendatensätze im Netz.

Die Gefahrenlage hat sich daher drastisch verschärft und verlangt volle Aufmerksamkeit seitens Politik, Behörden, Unternehmen wie Privatpersonen.