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25. März 2024

Resilienz im Fokus: Präventive Strategien gegen Ransomware-Angriffe

Cyberkriminalität ist heute ein weit verbreitetes und ernsthaftes Thema, das die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen immer deutlicher macht. Ein einziger Cyberangriff kann erhebliche Schäden verursachen, von Datenverlusten über finanzielle Einbußen bis hin zur Beeinträchtigung von Infrastrukturen. Die Taktiken der Cyberkriminellen werden zunehmend raffinierter, da sie ständig neue Wege finden, um in Zielsysteme einzudringen.

Ein besonders schwerwiegender Vorfall war der Cyberangriff auf die Südwestfalen-IT im Jahr 2023, der eine Vielzahl von Kommunen betraf. Dieser Angriff führte zum Ausfall der IT-Systeme in 72 Kommunen und beeinträchtigte 22.000 Arbeitsplätze. Sogar kommunale Unternehmen sowie einige Städte im Ruhrgebiet und im südlichen Münsterland waren betroffen. Die Auswirkungen waren verheerend, da auch wichtige Dienste wie die Notruf-App Nora, Verwaltungsdienstleistungen, Schulen und Krankenhäuser betroffen waren. In diesem Fall war ein Ransomware-Angriff für die genannten Ausfälle verantwortlich.


Vorgehensweise der Angreifer

Ransomware ist eine Art von Malware, die Daten auf dem Computer des Opfers verschlüsselt oder den Zugriff darauf sperrt. Der Angreifer verlangt anschließend ein Lösegeld für die Entschlüsselung oder Freigabe der Daten. Akira, ein typisches Ransomware-Programm, infiltriert Systeme oft durch ausgenutzte Sicherheitslücken oder durch Phishing-E-Mails, die bösartige Anhänge oder Links enthalten. Sobald aktiviert, verschlüsselt Akira Dateien und fordert ein Lösegeld für den Wiederherstellungsschlüssel. Phishing-E-Mails spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie oft der erste Schritt sind, um die Ransomware zu verbreiten, indem sie Benutzer dazu verleiten, schädliche Links zu öffnen oder infiziert.

Hier finden Sie einige Möglichkeiten, wie Unternehmen sich besser vor Angriffen schützen können:

  • Einrichtung fortgeschrittener Überwachungssysteme, um Anomalien und potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen.
  • Durchführung regelmäßiger Risikobewertungen und Schwachstellenscans, um potenzielle Sicherheitslücken proaktiv zu identifizieren und zu schließen.
  • Entwicklung und regelmäßige Überprüfung eines Incident-Response-Plans sowie eines Notfallwiederherstellungsplans, um im Falle eines Angriffs schnell und effektiv reagieren zu können.
  • Implementierung robuster Datensicherungsstrategien, um kritische Daten regelmäßig zu sichern und schnell wiederherstellen zu können.
  • Regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungskampagnen für Mitarbeiter, um das Bewusstsein für Cybersecurity-Risiken zu schärfen und sicherheitsbewusstes Verhalten zu fördern.
  • Stärkung der Netzwerksicherheit durch Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme und regelmäßige Updates von Sicherheitssoftware.
  • Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden und -experten, um aktuelle Informationen über Bedrohungen und Best Practices im Bereich der Cybersecurity zu erhalten.
  • Einsatz fortschrittlicher E-Mail-Filterungssysteme, um schädliche Anhänge und Phishing-Versuche zu erkennen und zu blockieren.
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