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15. August 2025

Unverlangte Newsletter mit gefährlichen Links zum Abbestellen: So locken Betrüger ins Phishing

Immer wieder landen Newsletter im Postfach, die man nie abonniert hat. Sie wirken seriös, mit professionellem Design und glaubwürdigem Absender. Im Footer befindet sich ein „Abbestellen“- oder „Unsubscribe“-Button – doch genau hier lauert die Gefahr: Ein Klick kann zu Phishing-Seiten führen, den Download von Schadsoftware auslösen oder Tracking-Skripte aktivieren, die den Betrügern bestätigen, dass Ihre Adresse aktiv ist. Teilweise leiten die Links auch zu weiteren Betrugsmaschen wie Fake-Gewinnspielen, zwielichtigen Abo-Fallen oder gefälschten Sicherheitswarnungen weiter.

Häufig geben sich solche E-Mails als dringende Abo-Kündigungen aus und tauchen wiederholt im Postfach auf. Mit ständiger Wiederholung üben sie gezielt psychologischen Druck aus, sodass Empfänger aus Frust oder Sorge reagieren. Die Betrüger gestalten ihre Nachrichten so, dass sie wie offizielle Mitteilungen eines bekannten Dienstes wirken – oft mit Logo, professioneller Sprache und vermeintlich korrekten Kundendaten. Betreffzeilen enthalten meist dringende Warnungen wie „Letzte Erinnerung zur Abo-Kündigung“ oder „Ihr Abo wird verlängert“.

Wer auf den enthaltenen Link klickt, landet nicht auf der echten Kündigungsseite, sondern auf täuschend echten Phishing-Seiten oder löst den Download von Schadsoftware aus. Ziel der Angreifer ist es, persönliche Daten abzugreifen, Zugangsdaten zu stehlen oder den Computer des Empfängers zu infizieren – alles unter dem Vorwand, einen lästigen Vertrag zu beenden. Für die Cybersicherheit sind diese Täuschungsversuche besonders heimtückisch, weil sie auf psychologischen Druck statt auf offensichtliche Tricks setzen.

Gefahren

Ein scheinbar harmloser Klick kann bereits Schaden anrichten. Hinter den Links zum Abbestellen, in unverlangten Newslettern, verbergen sich häufig:

  • Phishing-Seiten: Weiterleitung zu gefälschten Websites, die Login-Daten, Kreditkarteninformationen oder persönliche Angaben abfragen.
  • Malware-Download: Automatischer Download von Schadsoftware, die Passwörter stiehlt, den Rechner fernsteuert oder Dateien verschlüsselt (Ransomware).
  • Tracking und Adressbestätigung: Aktivierung von Elementen, die den Betrügern zeigen, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv genutzt wird – was noch mehr Spam nach sich zieht.
  • Ketten-Betrug: Umleitungen zu weiteren Maschen wie Fake-Gewinnspielen, angeblichen Sicherheitswarnungen oder unseriösen Abo-Fallen.
  • Session-Diebstahl: Abfangen gespeicherter Logins, wenn Sie im Browser noch bei echten Diensten angemeldet sind.

So beugen Sie vor

  • Nicht auf Links zum Abbestellen in unverlangten Newslettern klicken – E-Mail prüfen und direkt löschen.
  • Links niemals direkt anklicken, offizielle Website des Absenders manuell im Browser öffnen.
  • Absenderadresse prüfen, auf Tippfehler, falsche Domains oder ungewöhnliche Schreibweisen achten.
  • Keine Anhänge aus unbekannten Quellen öffnen – auch PDFs oder Word-Dateien können Schadcode enthalten.
  • Vorschaufunktion im Mailprogramm nutzen, um Inhalte ohne Tracking-Elemente zu sehen.
  • Spam- und Phishing-Filter aktivieren: Moderne E-Mail-Dienste und Sicherheitssoftware erkennen viele solcher Mails automatisch.
  • Software und Betriebssystem regelmäßig updaten, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
  • Sensibilisierung und Schulung, besonders im beruflichen Umfeld, um solche Maschen schneller zu erkennen.
  • Verdächtige Mails an den E-Mail-Anbieter oder die interne IT melden.

Fazit

Diese Masche lebt davon, dass sie den richtigen Moment erwischt, wenn wir genervt, unaufmerksam oder in Eile sind. Wer sich bewusst macht, dass jede unverlangte E-Mail eine potenzielle Täuschung sein kann, behält die Kontrolle und schützt seine Daten.

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